Foto: Thomas Aurin


Förderprojekt Spielzeit 2016/17

Ein Stück, „geboren aus frühem Schmerz, geschrieben mit Blut und Tränen“, so nannte Eugene O’Neill sein 1940 vollendetes Drama. Der autobiographisch gefärbte Text schildert einen einzigen Tag im Leben und Leiden der Familie Tyrone: Vater, Mutter, zwei Söhne, alle eingesperrt in ihren Abhängigkeiten und Neurosen. James Tyrone, einst ein gefeierter Schauspieler, kann seine armselige Jugend nicht vergessen und tyrannisiert die Familie mit seinem Geiz, an dem bereits ein Sohn zugrunde gegangen ist. Das Bewusstsein dieser Schuld treibt Tyrones Frau Mary in die Morphiumsucht. Der zweite Sohn James wird zum Trinker und Zyniker; sein jüngerer Bruder Edmund leidet an Schwindsucht, die als Sommergrippe bagatellisiert wird.
Die Inszenierung von Armin Petras kontrastiert das Karussell der Lebenslügen, in das sich die Familie Tyrone verstrickt, mit dem Spielwitz der ehemaligen Schauspielerfamilie Tyrone. Gleich hinter der Fassade aus Komödiantik, Vaudeville und Travestie beginnt die Reise in die Dunkelheit der Nacht.
Text: Schauspiel Stuttgart

Das Bühnenbild konnte mit Hilfe der Unterstützung durch den Förderverein realisiert werden.

Weitere Informationen unter: https://www.schauspiel-stuttgart.de/spielplan/premieren/eines-langen-tages-reise-in-die-nacht2017/ 
Premiere: 18. Februar 2017
Ort: Schauspielhaus

Regie: Armin Petras
Bühne: Aleksander Denić
Dramaturgie: Bernd Isele