In der Spielzeit 2010/11

Einem großen Auftritt gehen viele kleine Schritte voraus, Glücksmomente und Krisen, Diskussionen und Herausforderungen. Ein Jahr lang begleitete der Regisseur Vadim Jendreykos mit seinem Team die Stuttgarter „Parsifal“-Inszenierung von Calixto Bieito. Er tauchte dabei in das komplexe Universum der Stuttgarter Staatsoper ein und beobachtete die Menschen bei ihrer täglichen Arbeit von der ersten Probe bis hin zur ersten Aufführung. 

Das Ergebnis aus 120 Stunden Filmmaterial: der 90minütige Dokumentarfilm „Die Singende Stadt“, der am 20. Januar 2011 in Stuttgart Premiere feierte und seit dem 10. Februar 2011 bundesweit in den Kinos zu sehen ist. 

In seiner Hommage an die Oper führt der gebürtige Schweizer Jendreykos, dessen Film „Die Frau mit den 5 Elefanten“ für den Deutschen Filmpreis nominiert wurde, den Zuschauer hinter die Kulissen des Stuttgarter Opernhauses. Er begibt sich in den Windschatten der Arbeitsweise Calixto Bieitos und bietet den rund 1.300 beteiligten Mitarbeitern aus 95 verschiedenen Berufen eine eigene Bühne. Die künstlerische und zwischenmenschliche Dynamik fängt Jendreykos’ Kamera dabei ebenso ein wie die Momente der Ruhe beim konzentrierten Arbeiten in kleinen Werkstätten und Arbeitsräumen. 



Produziert wurde "Die Singende Stadt" von der Filmtank GmbH in Zusammenarbeit mit der Staatsoper Stuttgart, Sie ist eine Koproduktion von ZDF/3sat und wurde von der MFG Filmförderung Baden-Württemberg maßgeblich unterstützt.

Das Werk über die Staatsoper Stuttgart hat den mit CHF 10.000,00 dotierten Basler Filmpreis erhalten.

«Der Film, der die Inszenierung von Wagners Oper Parsifal an der Stuttgarter Staatsoper begleitet, wird von der Jury einstimmig ausgezeichnet. Als wäre man die berühmte Stubenfliege, ist man immer genau dort, wo in einem der achthundert Räume der Staatsoper das Interessante passiert. So erlebt man diskret und doch hautnah den facettenreichen, babylonischen Kraftakt einer Operninszenierung mit. Jederzeit fasziniert fiebert man während 90 Minuten der Aufführung entgegen. Der Film besticht durch die Qualität, mit Diskretion immer mitten drin zu sein, durch eine subtile Kameraführung und einen guten Schnitt.», begründete die Jury ihre Entscheidung.

„Die Singende Stadt“ ist auf DVD erhältlich.