Foto: Schauspiel Stuttgart


Förderprojekt Spielzeit 2012/13

Am Wochenende vom 13. und 14. April 2013 machen sich am Schauspiel Stuttgart vier junge Regisseure auf die Suche nach dem Regieglück. Gemeinsame Grundlage aller vier Arbeiten sind Texte der Autorin Dea Loher.

Sie gilt als eine der wichtigsten Dramatikerinnen ihrer Generation und war gemeinsam mit Hasko Weber Mitinitiatorin des kubanischen Autorenwochenendes in der Spielzeit 2010/11. Unter dem Titel „Magazin des Glücks“ versammelt Dea Loher eine Reihe von Geschichten von Glückssuchern, die allesamt scheitern. Ob es ihr träumerischer „Blaubart – Hoffnung der Frauen“ ist, dessen Liebe an der einen Frau
hängen bleibt, die er nicht mehr kriegen kann, oder die Neuauflage der großen Liebenden und Hassenden Medea in „Manhattan Medea“ – immer kämpfen Menschen am Rande des Nichts um ein letztes Stück Würde. Wie bei Horváth, dem Dea Loher ihren Titel „Magazin des Glücks“ entlehnt hat, sind alle Stücke „sowohl satirisch als auch tragisch zu verstehen“, so die Autorin. Dabei bezieht sie sich auf eine Aussage Horváths, wonach alle seine Stücke „Tragödien“ seien – „sie werden nur komisch, weil sie unheimlich sind“. Die zwei Überschreibungen mythischer Stoffe inszenieren junge Regieassistentinnen unseres Hauses: Anna Drescher „Blaubart – Hoffnung der Frauen“ und Sarah Schmid „Manhattan Medea“. Zu ihnen gesellen sich zwei weitere junge Regiebegabungen: Jan Koslowski inszeniert „Licht“ – angelehnt an das Schicksal Hannelore Kohls, deren Vereinsamung in Folge ihrer Lichtempfindlichkeit zugleich symbolisch für das Ende der alten Bonner Republik steht. Und der junge Regisseur Sebastian Mart in inszeniert „Hände“ – ein makabres Experiment, das auf humorvolle Weise die spannende Frage nach dem Identitätskern des Menschen stellt.
Text: Schauspiel Stuttgart

Der Förderverein unterstützt das Projekt des Schauspiel Stuttgart finanziell.